Klebebände

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Klebebände

 

In der Sammlung der Fürstlich Waldeckschen Hofbibliothek im Bad Arolser Residenzschloss werden Raritäten verwahrt: einen bislang wenig bekannten, medial hoch aufgeladenen Schatz repräsentieren die Klebebände der Fürstlich Waldeckschen Hofbibliothek. Aber was sind Klebebände?

Es handelt sich hier um eine Form der Aufbewahrung von Druckgraphik – einer Sammlung von Kupferstichen, Holzschnitten und Radierungen, die „zwischen den Seiten buchartig gebundener Klebebände mit Kleister fixiert verwahrt“ (Brakensiek 2006, 130) wurden. Sammler montierten die Bilder gezielt und wirkungsvoll auf den einzelnen Buchseiten.
Das Material umfasst mehrere tausend Seiten historischer und erfundener Kunstwerke, zum Teil im Großfolio-Format mit einer Höhe des Buchrückens von über 50 Zentimetern. Die außergewöhnliche Haptik konstatiert den selbstbewussten Anspruch des Mediums und zeugt von einem Status größter Wichtigkeit: schwere Lederbände signalisieren dem Rezipienten‚ dass die enthaltenen Informationen herausragend sind und anders aufbereitet und zugänglich gemacht werden mussten.

Der Klebeband-Bestand der Fürstlich Waldeckschen Hofbibliothek umfasst neunzehn Exemplare, unterteilt in drei verschiedenen Formen von Sammelbänden: zehn Werke ausschließlich mit Portraits, acht mit diversen thematischen Schwerpunkten und einmal die Kombination aus Bildnissen und gemischten Motiven.

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